„Sucht ist wie ein Fluss, der im Nebel seinen Ursprung verloren
hat. Er sucht sich Wege durch Schluchten von Suchtdruck,
Craving, Kontrollverlust, Scham und innerer Leere,
bis der Mensch erkennt, dass nicht Alkohol, Medikamente,
Konsum, Glücksspiel, Arbeit oder emotionale Abhängigkeit
seine wahre Heimat sind. Unter jeder Suchtspirale wartet
eine Quelle, die nach Freiheit ruft:
nach Klarheit, Selbstkontakt, Würde, Halt und
einem Leben,
das nicht länger betäubt werden muss.“
- Sophie Maria Anna Elisabeth Baroness von Wellendorff
SUCHT UND ABHÄNGIGKEITEN
WENN DAS VERLANGEN DIE INNERE FREIHEIT ÜBERSCHATTET
Sucht und Abhängigkeiten entstehen selten in einem einzigen Augenblick. Häufig beginnen sie in einem stillen Versuch, inneren Druck zu lindern, Schmerz zu betäuben, Leere zu füllen, Angst zu beruhigen oder für kurze Zeit aus einem Leben auszusteigen, das zu eng, zu laut oder zu schwer geworden ist. Was zunächst wie Entlastung wirkt, kann allmählich zu einer Kraft werden, die Denken, Fühlen, Verhalten, Beziehungen und Selbstachtung immer stärker bindet.